„Er hat gesagt, ihr lebt seit Monaten getrennt“, murmelte sie.
„Wir haben gestern noch im selben Haus gefrühstückt.“
Sie schloss die Augen.
Es wäre leicht gewesen, sie nur als die Frau zu sehen, die meinen Ring getragen hatte.
Sie hatte mich gedemütigt, Rechnungen gestellt und die Lüge meines Mannes gern geglaubt.
Aber während Graham sie nun ansah, erkannte ich etwas, das ich aus unserer Ehe kannte: Er rechnete bereits aus, wie er ihr die Schuld geben konnte.
„Die Firma gehört Sloane“, sagte er schnell.
„Sie hat die Rechnungen eingereicht.
Ich habe nur Unterlagen weitergeleitet.“
Sloanes Augen öffneten sich.
„Du hast jede Rechnung geschrieben.“
„Sei vorsichtig“, warnte er.
„Nein“, sagte sie, nun lauter.
„Du hast gesagt, es sei dein Familiengeld.
Du hast mir die Beträge geschickt.
Du hast mir gesagt, welche Beschreibungen ich verwenden soll.“
„Sloane.“
„Und du hast mir versprochen, Evelyn werde nach der Scheidung schweigen, weil sie Angst vor einem Skandal hat.“
Graham ging auf sie zu.
Officer Ramirez hob eine Hand.
„Bleiben Sie stehen.“
Sloane griff nach ihrer Handtasche und zog ihr Telefon heraus.
„Ich habe die Nachrichten noch.“
Der Satz veränderte den Raum.
Julian sah mich kurz an.
Wir hatten gehofft, dass Sloane Unterlagen besaß.
Sicher gewusst hatten wir es nicht.
Graham wusste es ebenfalls nicht.
„Gib mir das Telefon“, sagte er.
Sloane zog es an sich.
„Du wolltest mich heute vor der ganzen Gemeinde präsentieren.
Du hast gesagt, danach könnte Evelyn nichts mehr tun, ohne eifersüchtig und instabil zu wirken.“
Sie lachte bitter.
„Du hast mich nicht gewählt.
Du hast mich als Waffe benutzt.“
Marjorie schob sich zwischen die Bänke.
„Sloane, meine Liebe, wir sollten privat sprechen.“
„Sie haben mir gestern geschrieben, ich solle den Ring unbedingt tragen“, sagte Sloane.
Nun wurde auch Marjorie still.
Sloane öffnete ihre Nachrichten und hielt das Display hoch.
Dort stand Marjories Name über einer Reihe von Texten.
Eine davon lautete: Trage den Diamanten.
Evelyn muss endlich verstehen, dass ihre Zeit vorbei ist.
Die Schwester von Marjorie, die während des Gottesdienstes neben ihr gesessen hatte, rückte wortlos von ihr ab.
Julian bat Sloane, das Telefon nicht weiter zu bedienen.
Officer Ramirez erklärte, wie die Daten freiwillig gesichert werden könnten.
Sloane nickte.
Ihr Blick blieb auf Graham gerichtet.
„Ich will einen Anwalt“, sagte sie.
„Das ist vernünftig“, antwortete Julian.
Graham hob beide Hände.
„Niemand wird verhaftet.
Es gibt keine Grundlage.
Evelyn besitzt den Ring, gut.
Dann bekommt sie ihn zurück.
Alles andere sind geschäftliche Streitigkeiten.“ Officer Ramirez zog ein gefaltetes Dokument aus seiner Jackentasche.