Weston hielt die unterschriebenen Scheidungspapiere hoch.
„Sie gehört nicht mehr zu mir.
Sie hat alles aufgegeben.“
Helena sah auf die Unterschriften.
„Diese Papiere sind weder eingereicht noch gerichtlich bestätigt.
Zudem fehlen vollständige Vermögensangaben.
Sie haben die Mehrheitsbeteiligung Ihrer Ehefrau verschwiegen, gemeinsame Gelder transferiert und versucht, eine medizinisch geschwächte Person unter Druck zu setzen.“
Sie schloss die Akte.
„Ihre Unterschrift ist kein Sieg.
Sie ist Beweismaterial.“
Weston wurde von zwei Sicherheitsbeamten zur Tür geführt.
Er wehrte sich nicht körperlich, doch sein Blick blieb auf mir.
„Jade, hör mir zu.
Wir können das klären.“
„Du hast es bereits geklärt.“
„Ich war unter Druck.“
Ich sah zu meinen Kindern.
„Sawyer und Quinn standen unter Druck.“
Er folgte meinem Blick zu den Inkubatoren und wandte sich sofort wieder ab.
Dieser eine Moment sagte mehr als alles andere.
Ashley blieb vor mir stehen.
Ihre Hand lag auf meinem Mantelknopf.
„Ich wusste nicht, dass die Babys so krank sind“, sagte sie.
„Du standest vor ihnen.“
Ihre Lippen öffneten sich, doch es kam keine Antwort.
„Der Mantel“, sagte ich.
Sie zog ihn hastig aus.
Darunter trug sie ein enges schwarzes Kleid.
Als sie mir den Mantel reichte, fiel der innere Saum nach außen.
Die Initialen meiner Kinder waren deutlich zu sehen.
S.
und Q.
Ashley starrte darauf.
Ihr selbstsicheres Gesicht zerbrach für einen Augenblick.
Ich nahm den Mantel nicht.
„Geben Sie ihn Schwester Mara“, sagte ich.
„Ich möchte ihn reinigen lassen.“ Ashley legte ihn über den Arm der Krankenschwester und folgte den Sicherheitsbeamten.
Kurz vor der Tür blieb sie stehen.
„Weston hat gesagt, du hättest ihn nur geheiratet, damit jemand deine Rechnungen bezahlt.“
„Und du hast ihm geglaubt.“
„Er kann sehr überzeugend sein.“
„Das weiß ich.“
Dann verschwand sie hinter der Tür.
Erst als die Schritte im Flur verklungen waren, begann mein Körper zu zittern.
Ich hatte während der gesamten Konfrontation nicht geweint.
Jetzt konnte ich kaum noch meine Hände ruhig halten.
Mein Großvater kniete sich vor meinen Stuhl.
Gabriel Vale kniete vor niemandem.
Doch in diesem Moment war er nicht der Eigentümer eines Milliardenkonzerns.
Er war der Mann, der mich nach dem Tod meiner Eltern großgezogen hatte.
„Warum hast du mich nicht früher angerufen?“
„Weil ich dachte, ich müsste meine Ehe selbst retten.“
„Und jetzt?“
Ich sah zu den Inkubatoren.
„Jetzt muss ich meine Kinder retten.“ Er legte seine Hände um meine.
„Dabei bist du nicht allein.“