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Sie verkaufte sein Haus vor der Hochzeit – doch eine Unterschrift fehlte / Chapter 3 / 5

Chapter 3 — Sie verkaufte sein Haus vor der Hochzeit – doch eine Unterschrift fehlte

4.9Editorial score

Helena ließ sich von der Hotelmanagerin zur Hochzeitssuite führen.

Clara öffnete in einem weißen Morgenmantel.

Ihr Make-up war fertig, doch ihre Augen waren geschwollen.

„Tante Helena?“

Clara hatte sie früher so genannt.

Nach dem Tod ihrer Mutter war Helena an Geburtstagen gekommen, hatte Schulaufführungen besucht und Clara jedes Jahr einen handgeschriebenen Brief geschickt.

Später hatte Clara den Kontakt abgebrochen, weil Victor behauptete, Helena spioniere für mich.

„Ich bin hier als Treuhänderin“, sagte Helena.

Die Zustellungsbeamtin reichte Clara die Verfügung.

Clara las die erste Seite und wurde blass.

„Das Haus gehört dir?“

„Zur Hälfte dem Trust deiner Mutter.

Ich verwalte diesen Anteil gemeinsam mit deinem Vater.“

„Warum hat mir das niemand gesagt?“

„Weil du nie gefragt hast.

Und weil der Trust dich schützen sollte, nicht einen Mann finanzieren, der deine Unterschrift fälscht.“

Victor erschien hinter Clara.

Er trug bereits seinen Smoking, aber keine Krawatte.

Als er Daniel sah, blieb er abrupt stehen.

„Sie haben hier nichts zu suchen.“

Daniel hob die gerichtliche Verfügung.

„Doch.

Sie dagegen dürfen sich weder dem Büro noch dem Fahrzeug von Mr.

Whitakers Firma nähern.“

Victor lachte, doch sein Blick wanderte zur Tür.

„Das ist eine private Feier.“

„Betrug bleibt auch auf einer privaten Feier Betrug“, sagte Helena.

Clara hielt ihm den Kreditantrag hin.

„Ist das meine Unterschrift?“

Victor sah kaum hin.

„Dein Vater versucht, uns gegeneinander auszuspielen.“

„Ist das meine Unterschrift?“

„Wir brauchten kurzfristig Liquidität.“

„Du hast gesagt, der Verkauf reicht.“

„Hätte er auch, wenn dein Vater nicht plötzlich den Helden spielen würde.“

Clara blickte in die Kamera des Tablets, das Daniel auf den Tisch gestellt hatte.

Für einen Moment sah sie direkt zu mir.

„Dad, wusstest du davon?“

„Seit letzter Nacht.“

„Warum hast du mich nicht sofort gewarnt?“

„Ich habe versucht, dich zu warnen, seit du Victor kennengelernt hast.“

Victor griff nach dem Kreditantrag und wollte ihn zerreißen.

Helena legte ihre Hand auf das Papier.

„Das Original liegt bereits beim Gericht.“

Sein Gesicht veränderte sich.

Nicht stark.

Nur ein kurzes Zucken am Mundwinkel.

Doch Helena sah es.

„Wo sind die Koffer?“ fragte sie.

Clara drehte sich zu ihm.

„Welche Koffer?“

Victor schob sich an Daniel vorbei.

„Ich muss mit meinem Anwalt telefonieren.“

Als er die Suite verließ, folgte ihm die Hotelmanagerin mit den Augen.

Wenige Minuten später meldete der Sicherheitsdienst, dass Victor den Personalausgang genommen hatte.

Er trug zwei Koffer und versuchte, in ein bestelltes Auto einzusteigen.