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Der Mafiaboss wählte die vergessene Schwester – wegen einer versiegelten Akte / Chapter 5 / 9

Chapter 5 — Der Mafiaboss wählte die vergessene Schwester – wegen einer versiegelten Akte

4.9Editorial score

“Ihre Unterschrift befindet sich auf zwei der Kreditfreigaben.”

Der Mann setzte sich wieder.

Nun kippte die Stimmung im Raum vollständig.

Es war keine Familienfeier mehr.

Es war eine Anhörung ohne Richter.

Richard sah zur Tür.

Die beiden Männer, die dort standen, bewegten sich nicht.

Sie gehörten Adrien, nicht ihm.

“Was verlangt ihr?”, fragte Richard.

Elena hörte das neue Wort.

Ihr.

Nicht Adrien.

Ihr.

Adrien antwortete nicht für sie.

Elena schloss das Notizbuch.

“Zuerst möchte ich wissen, wie hoch die tatsächlichen Schulden sind.”

Richard schnaubte.

“Das würdest du nicht verstehen.”

“Siebenundzwanzig Millionen auf das Anwesen.

Weitere neun Millionen über persönliche Garantien.

Drei Millionen Steuerrückstände.

Und mindestens fünf Millionen, die nicht sauber belegt sind.”

Richard blinzelte.

Elena fuhr fort: “Ich verstehe genug.”

Diane setzte sich langsam.

“Wenn diese Verlobung scheitert, verlieren wir alles.”

“Nein”, sagte Elena.

“Ihr verliert die Kontrolle.

Das ist nicht dasselbe.”

Victoria drehte den Ring an ihrem Finger.

Dann zog sie ihn ab.

Alle sahen zu ihr.

Sie legte ihn vor Adrien auf den Tisch.

“Wollten Sie mich jemals heiraten?”

Adrien betrachtete sie einen langen Moment.

“Ich war bereit, Sie kennenzulernen.

Ich war nicht bereit, Sie zu kaufen.”

Victoria schluckte.

“Meine Eltern sagten, Sie hätten bereits zugestimmt.”

“Ich hatte einem Geschäftstreffen zugestimmt.

Nicht einer Verlobung.”

Langsam wandte Victoria sich ihrer Mutter zu.

“Der Ring?”

Diane sagte nichts.

Victoria nahm ihn wieder in die Hand und sah auf die Innenseite.

Dort befand sich eine winzige Gravur.

D.

W.

Nicht A.

V.

Diane Whitmore.

Es war der Verlobungsring, den Richard Diane Jahrzehnte zuvor geschenkt hatte, neu gefasst und als Zeichen eines angeblichen Versprechens präsentiert.

Victoria lachte einmal.

Ein leerer, gebrochener Laut.

“Ihr habt mir einen gebrauchten Ring gegeben und behauptet, er käme von ihm.”

“Es sollte echt werden”, sagte Diane hastig.