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Fünf eingekreiste Wörter machten Mara zur gefährlichsten Zeugin im Restaurant / Chapter 5 / 7

Chapter 5 — Fünf eingekreiste Wörter machten Mara zur gefährlichsten Zeugin im Restaurant

4.9Editorial score

„Da haben Sie Ihren Mann.“

Mara betrachtete die Nachricht.

„Nein.“

Alle Augen richteten sich auf sie.

„Martin schreibt nicht so.“

„Sie kennen seinen Schreibstil?“ fragte Dominic.

„Ich arbeite seit fünf Jahren für ihn.

Er schreibt nie Rechnung.

Er schreibt Bon.

Immer.

Selbst in offiziellen Mails.“

Der jüngere Mann schob seinen Stuhl zurück.

Dominics Leibwächter legte eine Hand auf die Lehne und drückte ihn wieder an den Tisch.

Mara nahm das Telefon und sah sich die Nummer an.

Keine gespeicherte Kennung, nur eine lokale Vorwahl.

Doch unter der Nachricht befand sich ein automatisch geladenes Profilbild, winzig und unscharf.

Ein Boot auf einem See.

Der jüngere Detroiter trug an seinem Schlüsselbund einen Anhänger in Form eines Bootes.

Dominic bemerkte ihren Blick.

„Name?“ fragte er.

Der Mann antwortete nicht.

„Micah Trent“, sagte der ältere schließlich.

„Und ein Bild beweist gar nichts.“

Mara tippte auf das Profilbild.

In der spiegelnden Windschutzscheibe des Bootes war ein Gesicht zu erkennen.

Micahs Gesicht.

Er sprang auf.

Diesmal schaffte er zwei Schritte.

Dann standen drei Männer zwischen ihm und dem Ausgang.

Micah verlor die Kontrolle.

„Ihr versteht nicht, was Martin getan hat! Er hat uns die Pläne verkauft.

Die Schichten, die Kameras, die privaten Ausgänge.

Er sagte, nach dem Schuss würde das Gas alles vernichten.“

Der ältere Detroiter schloss die Augen.

Dominic beugte sich leicht vor.

„Danke.“

Micah begriff zu spät, dass er gerade nicht nur Martin, sondern auch sich selbst belastet hatte.

„Er hat uns betrogen“, sagte er hastig.

„Er sollte den zweiten Mann ausschalten und den Keller vorbereiten.

Aber er ist abgehauen.“

„Weil die Kellnerin den Zeitplan zerstört hat“, sagte der ältere Mann bitter.

Dominic sah zu Mara.

„Mit einem Glas.“

Sirenen näherten sich draußen.

Mara blickte überrascht zur Eingangstür.

„Ich habe sie gerufen“, sagte Leo aus dem Küchenflur.

Er war noch blass, stand aber wieder auf den Beinen.

„Bevor ich in den Flur ging, habe ich eine automatische Sicherheitsmeldung an unseren Anwalt geschickt.

Als ich nicht bestätigt habe, ging der Notruf raus.“

Dominic wirkte nicht begeistert, aber er widersprach nicht.

Sein Anwalt traf fast gleichzeitig mit der Polizei ein.

Danach veränderte sich die Atmosphäre im Meridian vollständig.

Männer, die eben noch jede Tür kontrolliert hatten, traten zurück.

Waffen verschwanden.

Aussagen wurden vorsichtig.

Mara erzählte den Beamten genau, was sie gesehen hatte.